WA KIRCHMAEHDER, PETTNEU a.A
WA Pettneu am Arlberg, Kirchmähder
Ein Projekt der NHT
Städtebauliche Aspekte
Das zu bebauende Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Kirche und zum kommunalen Zentrum der Gemeinde Pettneu am Arlberg und wird von diesem lediglich durch die durch das Ortsgebiet verlaufende Landesstraße getrennt. Eine direkte fußläufige Anbindung an das Zentrum besteht jedoch in Form einer Unterführung.
Unmittelbar an das Grundstück grenzt eine bestehende Wohnbebauung an, die überwiegend aus Einfamilien- und Doppelhäusern besteht. Vereinzelt sind auch größere Wohngebäude vorhanden. In Anlehnung an diese bestehende Struktur wurde die geplante Wohnanlage in zwei Baukörper gegliedert, die neun beziehungsweise sechzehn Wohneinheiten umfassen. Dadurch wird die vorhandene städtebauliche Struktur des Ortes bestmöglich aufgenommen und fortgeführt.
Beide Baukörper werden durch Satteldächer abgeschlossen, deren Dachneigung und Firstrichtung den umliegenden Gebäuden entsprechen. Dadurch fügt sich die Anlage harmonisch in das bestehende Ortsbild ein. Durch die Aufteilung in zwei separate Baukörper entsteht zudem eine aufgelockerte Bebauungsstruktur mit gut nutzbaren Zwischenräumen. Diese bieten geschützte Aufenthaltsbereiche für die Bewohner sowie attraktive Flächen für Kinderspielbereiche im Umfeld der Wohnanlage.
Architektur
Alle Wohnungen sind mit großzügigen Balkonen ausgestattet, die optimal nach dem Sonnenverlauf orientiert sind und einen attraktiven Ausblick auf die umliegende Berglandschaft ermöglichen. Sämtliche Balkone wurden als in die Gebäudekubatur eingeschnittene Loggien ausgeführt und bieten dadurch wetter- und windgeschützte Aufenthaltsbereiche im Freien.
Die Fassaden wurden mit einer horizontalen Holzverschalung ausgeführt. Die sägeraue, vorpatinierte Oberfläche mit grauem Anstrich nimmt Bezug auf die bereits gealterten Holzfassaden der umliegenden landwirtschaftlichen Gebäude und trägt zur harmonischen Einbindung in das Ortsbild bei.
Die Abtreppung der beiden Gebäude folgt der bestehenden Hangsituation. Auch die darunterliegende Tiefgarage wurde entsprechend abgestuft ausgeführt. Dadurch konnte die natürliche Hangneigung weitgehend erhalten beziehungsweise nach Fertigstellung wiederhergestellt werden. Das Gelände schließt somit in natürlicher Weise an die umgebende Topografie an.
Passivhausstandard
Die gesamte Wohnanlage wurde im Passivhausstandard errichtet. Die Tiefgarage sowie die Sockelgeschosse wurden in Massivbauweise ausgeführt. Die darüberliegenden Geschosse bestehen aus einer tragenden Primärstruktur in Stahlbeton mit einer Ausfachung aus hochgedämmten, vorgefertigten Passivhaus-Holzelementen in Holzständerbauweise.
Durch diese Bauweise entsteht eine hocheffiziente Gebäudehülle mit ausgezeichneten Wärmedämmeigenschaften, die einen äußerst geringen Heizwärmebedarf ermöglicht.
Sämtliche Wohnungen verfügen über eine kontrollierte Be- und Entlüftung. Die Abluft wird über einen Wärmetauscher energetisch genutzt und trägt wesentlich zur Effizienz des Gebäudes bei. Die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe, die durch die auf den Dachflächen installierte Photovoltaikanlage mit Energie versorgt wird.